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Michael Tönges-Braungart, Bad Homburg
hr2-kultur Zuspruch

Meine Lebensstationen
1958 geboren, bin ich in Herborn (Lahn-Dill-Kreis) aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach dem Theologiestudium in Bethel und Marburg war ich Vikar in Steinbach am Taunus. Fast zwanzig Jahre lang bin ich danach Gemeindepfarrer auf dem Dorf gewesen, zwölf Jahre davon zugleich Dekan des Dekanates Herborn. Seit 2006 bin ich Dekan des Dekanates Hochtaunus, das den städtisch geprägten Vordertaunus mit Steinbach, Oberursel, Bad Homburg und Friedrichsdorf umfasst und das ländlich strukturierte Usinger Land von Schmitten bis Grävenwiesbach.

Meine Familie
In Bad Homburg lebe ich zusammen mit meiner Frau, die ebenfalls Pfarrerin ist, unserer Tochter, die noch zur Schule geht, und unserer Katze. Immer wieder geben mir „meine drei Frauen“ Denkanstöße, die ich in meinen Sendungen aufnehme und verarbeite. Und meistens ist meine Frau die erste Hörerin – und Kritikerin – meiner Predigten und Rundfunkbeiträge.

Meine Prägungen
Als Gemeindepfarrer war es mir wichtig, mit den Menschen im Dorf das Leben zu teilen und sie an wichtigen Stationen des Lebens zu begleiten. Aus gemeinsam erlebter Freude und miteinander geteiltem Leid ist in den langen Jahren eine enge Verbundenheit mit vielen unterschiedlichen Menschen entstanden. Ich habe die Herzlichkeit und die Verlässlichkeit der Menschen im Dillkreis schätzen gelernt, die tiefe Verwurzelung vieler in ihrem Glauben – und zugleich ihre Offenheit. Die allermeisten der so genannten „Frommen“ haben nämlich ein weites Herz für Menschen, die ihren Glauben anders denken und anders leben als sie.
Als Dekan vermisse ich es manchmal, Menschen so lange und kontinuierlich auf ihrem Lebensweg zu begleiten, wie ich es als Gemeindepfarrer tun durfte. Auf der anderen Seite macht es mir Freude, vielen Menschen aus unterschiedlichen Gemeinden und aus verschiedenen Traditionen zu begegnen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie vielfältig und lebendig das Leben in unseren Gemeinden ist – von der kleinen Dorfgemeinde bis zur Innenstadtgemeinde. Und ich möchte dazu beitragen, das zu bewahren und zu fördern – und darüber hinaus evangelische Kirche in der Region in besonderen Arbeitsfeldern erkennbar zu machen, so z.B. in der Zusammenarbeit mit Schulen in der Jugendarbeit oder in der Arbeit der Tafel und im Eintreten für soziale Gerechtigkeit. Letzteres gerade in unserem Landkreis, der zu den reichsten in Deutschland zählt.

Meine Freude an Rundfunkarbeit
Mich reizt dabei das kurze Format. Da muss ich die Dinge auf den Punkt bringen. Und was nicht in drei Minuten gesagt werden kann, bleibt eben ungesagt. Für mich als Pfarrer eine heilsame Übung.
Daneben empfinde ich es als eine Herausforderung, das Evangelium quasi „nebenbei“ zu erzählen, im Alltagsgewand, und für Menschen, die dazu eben nicht extra in die Kirche kommen.

Meine Kraftquellen
Kraft schöpfe ich im Gottesdienst – vor allem dann, wenn ich ihn als Gemeindeglied mit feiern kann. Musik ist dabei für mich ganz wichtig, nicht nur im Gottesdienst. Und so sehr ich Bach liebe und in seine Musik eintauchen kann – ich höre auch gerne die Sender, die sich meine Tochter im Autoradio wünscht. Krimis sind beim Lesen meine Leidenschaft. Vor allem dann, wenn sie nicht nur auf Spannung setzen sondern auch auf das Portrait von Personen und Milieus. Auftanken kann ich besonders gut beim Wandern in den Bergen – mit jedem Höhenmeter scheinen manche Lasten abzufallen; die Luft ist klar – und meistens werden es auch die Gedanken; und manches rückt, „von oben“ betrachtet, wieder in die richtigen Relationen.
Mit Freunden etwas zu unternehmen – auch gerade mit solchen, die nichts mit Kirche zu tun haben, ist für mich immer wieder erholsam und „erdet“ mich.
Meine Familie aber ist im Alltag die wichtigste Kraftquelle. Nicht, weil da immer alles still und friedlich zugeht. Aber weil wir wissen, dass wir zusammengehören und uns aufeinander verlassen können. Weil einer für den anderen da ist. Und weil man sich zu Hause auch mal gehen lassen kann.
Dass zur Familie auch unsere Katze gehört mit ihrer faszinierenden Mischung aus Unabhängigkeit und Anhänglichkeit, das steht für uns drei außer Frage. Und dass es den Blutdruck senkt, wenn man einer Katze das Fell krault, ist sogar medizinisch bewiesen.

Mein Bibelwort
Meinen Konfirmationsspruch durfte ich mir damals nicht aussuchen – wir bekamen ihn vom Pfarrer zugesprochen. Trotzdem – oder gerade deswegen – begleitet er mich bis heute. Psalm 119, 105: „Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“


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