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Dr. Kerstin Söderblom, Frankfurt am Main
hr2-kultur Zuspruch

Lebensstationen, die mich prägen
Seit 2008 arbeite ich hauptberuflich als Gemeindeberaterin, Mediatorin und Coach im IPOS in Friedberg. Zuvor war ich landeskirchliche Mitarbeiterin am Fachbereich für Praktische Theologie/Religionspädagogik an der Goethe Universität in Frankfurt. In der Zeit habe ich eine Forschungsarbeit über eine raumsensible und interkulturell ausgerichtete Seelsorge geschrieben. Davor war ich Gemeindepfarrerin in Frankfurt Griesheim. Studiert habe ich evangelische Theologie und Diplompädagogik in Montreal (Kanada), Heidelberg, Montpellier (Frankreich) und Hamburg. Meine Jugend habe ich in Bensheim an der Bergstraße verbracht und war zugleich fasziniert von der Nordsee und von Hamburg, woher meine Familie kommt.

Was mich fasziniert
Seit meiner Jugend waren Ballspiele wie Handball und Volleyball wichtig für mich. Zugleich hat mich die Leichtathletik fasziniert. Daran konnte ich später gut anknüpfen. Seit 1995 laufe ich regelmäßig Langstecken und habe seitdem eine Vielzahl von Marathons und Halbmarathons absolviert. Wenn es gut läuft, mag ich am Laufen den langsamen und stetigen Rhythmus meiner Schritte und meinen wachsamen Blick in die Welt. Ich liebe es, bei Wind und Wetter draußen zu sein und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen. Dabei kann ich von Arbeit und Sorgen abschalten und mich von der Natur und dem, was ich sehe und spüre ansprechen lassen.

Momente, in denen ich Gottes Nähe spüre
Ich erlebe mein Laufen nicht selten als Körpergebet, bei dem ich mich Gott nahe fühle. Wenn ich angestrengt bin und das Laufen nicht so gut klappt, ist das Laufen wie das Leben: Es geht bergauf und bergab. Der Weg ist mal rutschig und mal steinig und auch die Richtung ist auch nicht immer klar. Mal fühle ich mich besser, mal schlechter, um den nächsten Schritt zu setzen, und manchmal bin ich erschöpft und brauche Pausen, Erholung und Stille. Ich versuche diesen Rhythmus von Anspannen und Entspannen beim Laufen auch in mein Leben zu übertragen.

Herausforderungen, die ich liebe
Mein Alltag als Pfarrerin, Beraterin und Coach ist anspruchsvoll, macht mir aber auch viel Freude. Es bringt Spaß andere Menschen dabei zu begleiten und zu unterstützen, Ziele zu klären, Orientierung zu finden und nächste Schritte zu planen. Daneben engagiere ich mich ehrenamtlich in Menschenrechtsfragen. Ich setze mich in einem europäischen Netzwerk für die Menschenwürde von Minderheiten ein. Wir bieten in europäischen Teams Anti-Diskriminierungstrainings an, ich halte in diesem Bereich Vorträge und Workshops. In unterschiedlichen Zusammenhängen habe ich Spaß daran, mit anderen Menschen gemeinsam Aspekte einer „Theologie der Vielfalt“ zu entwickeln, zu erproben und zu leben.

Was mich aufregt
Stereotypen, Vorurteile und Ungerechtigkeiten gegenüber Menschen, die man oftmals gar nicht kennt, können ich mich furchtbar aufregen.
Menschen, die mit der Bibel in der Hand fundamentalistische Enge predigen statt Weltoffenheit und Respekt.

Was mich inspiriert und stärkt
Gute Literatur, Theater und Museen inspirieren mich genauso wie ein spannender Kinofilm und fetzige Musik. Ich genieße Klassik genauso wie Rock und Pop. Ich habe eine Schwäche für skandinavischen Jazz und afroamerikanischen Soul. Und viele biblische Geschichten begleiten mich wie ein Kompass im Lebenssturm.

Was ich am Radio mag
Die biblischen Geschichten zeigen mir, wie schon vor vielen Hunderten von Jahren Menschen mit ihrem Gott gelebt, geliebt und gehadert haben und wie sie mit Leben und Tod, Glück und Leid, Krankheit und Heilung umgegangen sind. Es sind immer wieder faszinierende und auch verstörende Geschichten, die mich etwas über das Leben lehren und die ich gerne im Hörfunk in die heutige Zeit übertragen möchte.

Ein gutes Wort der Bibel für mich
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern den der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ 2. Timotheusbrief 1,7

Orte, die meiner Seele gut tun
Ich bin gerne in Skandinavien. Aus Schweden kommen auch meine Vorfahren. Aber auch sonst reise ich gerne und viel und genieße es, in den Bergen oder am Meer zu wandern und die Seele baumeln zu lassen. Wenn ich einen Berg erklommen habe, beglückt mich der weite Blick über die Gipfel und die Nähe zum Himmel. Am Meer liebe ich den weiten Horizont, die salzige Luft und den Rhythmus der Wellen. Ich bin aber auch gerne zuhause in Frankfurt oder bei lieben Menschen in nah und fern. Dort, wo Menschen achtsam und wertschätzend miteinander umgehen, fühle ich mich wohl. Ich bin dankbar für Familie, Partnerschaft und Freundschaften, die ich im In- und Ausland weiß.

Was mein Leben reicher macht
Am Wochenende spazieren gehen, gute Musik hören und mit Familie oder FreundInnen Rotwein trinken und Pasta essen. Im Sommer Fahrradtouren im Sonnenschein, Wandern und Schwimmen gehen. Im Winter Kerzen anzünden, Kaffeetrinken und Hörbücher hören. Menschen besuchen, die ich mag, gemeinsam feiern und trauern, erzählen und trösten. Was gerade dran ist. Manchmal auf einer Bank am Main sitzen, auf den Fluss schauen und Leute beobachten. Liebe, Zärtlichkeit und Vertrauen in der Partnerschaft.


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