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Dr. Ursula Schoen, Frankfurt am Main
hr2-kultur Zuspruch

Von meinem Büro sehe ich auf die Paulskirche. Seit Sommer 2011 bin ich in der Innenstadt von Frankfurt Dekanin. Ich bin gerne dort, wo das Leben pulsiert, wo unterschiedliche Meinungen aufeinanderstoßen und kulturelle Gegensätze herausfordern, wo die Zivilgesellschaft aktiv ist und Politik erlebbar. In der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn bin ich 1962 geboren und aufgewachsen. Was ich heute an Frankfurt schätze, habe ich dort im Kleinen in den sechziger und siebziger Jahren erlebt. Der offene Geist meiner Eltern, ihr Engagement für die Fragen der Zeit und ihr aktives Eintreten für Schwächere haben mich nachhaltig geprägt. Sie haben eine Spur in meinem Leben gelegt, der ich bis heute folge.

Nachdem ich in Bethel, Heidelberg, Jerusalem und Bonn Theologie studiert habe, wurde ich 1993 in Saarbrücken als Pfarrerin ordiniert. Vier Jahre später folgte die Promotion in Diakoniewissenschaften/Praktische Theologie in Heidelberg. Anschließend waren wir mit unseren vier Kindern in Westafrika, wo mein Mann die Kreditanstalt für Wiederaufbau vertrat und ich einen ehrenamtlichen Seelsorgeauftrag hatte. 2003 kamen wir nach Frankfurt zurück. Nach 5 Jahren als Gemeindepfarrerin im Ökumenischen Zentrum Christuskirche wurde ich 2009 Beauftragte für Flüchtlingsaufnahme der EKHN.

»Semper apertus – Immer offen« – Der Leitspruch der Universität Heidelberg ist auch mein Lebensmotto. Er ist kein Bibelvers, aber er drückt für mich die Haltung aus, die ich als Christin persönlich leben möchte. Eine offene und vorurteilsfreie Haltung gegenüber Menschen und Ideen ist für mich die notwendige Folge christlicher Freiheit. Für das Bemühen um Dialog und Verständigung, die Wertschätzung für andere und ein solidarisches Zusammenleben möchte ich als Pfarrerin in den Innen- und Außenbeziehungen der Kirche eintreten.

Dazu gehört zu allererst das »Hören«: Wenn ich Radio höre, übe ich Zuzuhören! Wenn ich selbst im Radio spreche, möchte ich anderen etwas so sagen, dass sie es hören können! Noch ist Radio ein neues Medium für mich – in hr2 spreche ich die Zusprüche am Morgen. Ich bin gespannt auf Ihre »Hörerfahrungen«!

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