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Susanna Petig, Felsberg
hr2-kultur Zuspruch

Seit Mai 1991 bin ich als Pfarrerin im Kirchspiel Gensungen tätig. Ich bin zuständig für etwas mehr als die Hälfte von Gensungen sowie für die Gemeinden Heßlar und Melgershausen. Bevor ich Theologie studiert habe, habe ich einige Jahre als Beamtin bei der Stadt Kassel gearbeitet. Zusätzlich zur Theologie habe ich Medienwissenschaft studiert und mit Diplom abgeschlossen. Thema meiner Diplomarbeit war: »Fliege – ein Pfarrer als Talkshowmaster«. Während dieses Studiums konnte ich erste Fernseh-Schritte gehen und bei einer Folge der RTL-Sendung »Kunst und Botschaft« mitarbeiten, damals über ein Bild des Malers Francesco Clemente.
Schon seit langem arbeite ich in der Rundfunkarbeit unserer Landeskirche mit. Zunächst war ich gelegentlich für die Kirchensendungen in Radio FFH tätig (Predigt aktuell), inzwischen gehöre ich dem Kreis der Runkfunksprecher/innen für den Hessischen Runkfunk an. Nachdem ich in diesem Rahmen für hr4 (Übrigens…) und hr2 (Morgenfeier) Andachten erarbeitet und aufgenommen habe, bin ich inzwischen für hr1 (Zuspruch) zuständig.
Die Medienwelt finde ich interessant, weil sie in vielem so komplett entgegengesetzt zum Pfarramt erscheint. Wo in der Gemeinde zum Beispiel geschätzt wird, wenn man über Jahre am selben Ort bleibt, ist in den Medien ein häufiger Wechsel an der Tagesordnung. Wo es in der Gemeinde um beständige Wahrheiten geht, leben die Medien vom aktuellen Tagesgeschehen – Nachrichten und Erkenntnisse von Vortag sind »Schnee von gestern«.
Durch mehrere Hospitationswochen in der »Fliege«-Redaktion auf dem Bavaria-Filmgelände in München während der neunziger Jahre habe ich viele interessante Einblicke in die Welt der Film- und Fernsehproduktion bekommen. Außerdem konnte ich einige Zeit bei dem sehr spannenden Projekt »Das filmende Klassenzimmer« dabei sein, wo morgens eine Schulklasse anreist und dann auf dem Bavariagelände im Laufe des Tages einen eigenen kleinen Film dreht.
Am Beruf als Pfarrerin schätze ich besonders die Vielfältigkeit der Themen und Aufgaben. Ich habe mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu tun, mit fröhlichen, nachdenklichen oder traurigen Menschen, mit Musik, mit Bauangelegenheiten, mit Feiern, mit Gottesdiensten, mit Traditionen und neuen Ideen – es lässt sich kaum alles aufzählen. (Natürlich liegt auch genau in dieser Vielfältigkeit manchmal »der Hase im Pfeffer«…)

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