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Rüdiger Kohl, Frankfurt am Main
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Entscheidungen und Aufbrüche
Eigentlich wollte ich Gymnasiallehrer für Geschichte und Religion werden. Doch der Pfarrberuf erschien mir vielfältiger, so dass ich das Kirchliche Examen machte, in meiner Heimatlandeskirche, der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck. Meine Hoffnungen wurden nicht enttäuscht: Ob in kleinen Orten in Nordhessen, in Maintal oder als Stadtjugendpfarrer in Frankfurt am Main, überall begegnete mir das Leben in seiner Vielfalt.
Vor einigen Jahren wechselte ich in die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Seit Mai 2012 bin ich Pfarrer in der Evangelischen Gemeinde Bockenheim, einem bunten Stadtteil Frankfurts.
Mein wegweisendes Bibelwort wurde mir besonders bei Entscheidungen und Aufbrüchen wichtig. Ich mag es sehr, weil es ein Schwellenwort ist: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“ Mein Spruch zur Ordination zum Pfarrer.

Berlin – »Das Leben ist eine Baustelle.«
Fünf Jahre lang lebte ich während meines Studiums in Berlin, wohnte zeitweilig im Theologischen Konvikt im ehemaligen Ostteil der Stadt. Dort lernte ich viele Menschen kennen, die in der DDR sozialisiert waren, in einer anderen Gesellschaft und einer anderen Kirche lebten. Die Stadt, die sich neu erfinden musste, wurde mir zur Lieblingsstadt.

Brasilien – Politische Spiritualität
Einen Traum erfüllte ich mir gegen Ende meines Studiums. Nachdem ich viel über die Theologie der Befreiung gelesen hatte, verbrachte ich ein Studienjahr in Brasilien. Ich studierte an der Theologischen Hochschule in São Leopoldo und absolvierte dann ein Praktikum in der Lutherischen Gemeinde in Belém, ganz im Norden. Die lebendige Spiritualität der Menschen, die Lust, das Leben zu feiern, gepaart mit politischem, kämpferischen Bewusstsein: Das hat mich fasziniert und nicht losgelassen. In Brasilien nennt man dieses Gefühl „saudade“.

Verkündigung
Gelegenheiten und Orte zu verkündigen gab und gibt es für mich: Ob mit Soldaten open air unter dem Birkenkreuz als Militärpfarrer im Nebenamt, in großen Stadtkirchen und sehr kleinen Dorfkirchen, mit Kindergartenkindern oder an Himmelfahrt an einem See mit vielen Taufen oder in der schönen St. Jakobskirche in Bockenheim.
An der Radio-Verkündigung reizt mich die Möglichkeit, auch Menschen zu erreichen, die keinen engen Kontakt zur Kirche haben.

Freizeit
In meiner Freizeit spiele ich gerne Fußball. Meine eigentliche Position gibt es nicht mehr, Libero. Da war man Stratege und hatte das Spiel vor sich. Heute spiele ich meist im Mittelfeld. Ich jubele und leide außerdem mit dem FC Schalke 04. Das geht nicht mehr ab, da man als Schalke-Fan geboren wird, wenn die Familie Wurzeln in Gelsenkirchen hat. Die Eintracht kommt aber schon kurz dahinter.

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