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Kurt Grützner, Kassel
hr1 Zuspruch

Dass ich (Jahrgang 1955) mal Pfarrer werden würde hätte ich (und andere) nie gedacht. Beruflich begonnen habe ich nämlich 1973 auf dem Segelschulschiff Gorch Fock. Berufsoffizier bei der Marine wollte ich werden.

Aber Gott hatte wohl was anderes mit mir vor. Heute bin ich dankbar und froh, Pfarrer zu sein. Ein wunderbarer Beruf! Mein Weg führte mich nach dem Theologiestudium in zwei Gemeindepfarrämter in Nordhessen und zum Deutschen Evangelischen Kirchentag. Inzwischen sind es fast 30 Jahre, dass ich als Landespolizeipfarrer für unsere hessischen Polizistinnen und Polizisten da bin. Eine spannende und erfüllende Aufgabe, die mir Einblicke in die Lebenswirklichkeit von Menschen gibt, die ich als Gemeindepfarrer nie hatte.

Nicht alles ist angenehm, was ich da zu sehen und zu hören bekomme. Ohne meinen Glauben könnte ich das nicht aushalten. Und der sagt mir:

  • Diese Welt ist wunderschön aber vorläufig.
  • Gottes Liebe wird sie zu einem versöhnten Ziel in der Einheit mit ihm führen.

Mit dieser Glaubenshaltung versuche ich Polizistinnen und Polizisten zu stärken und Orientierung anzubieten, die das Schlimme nicht nur sehen müssen, sondern auch handeln. Und das manchmal unter eigener Lebensgefahr.

Was ich am Radio (seit 1996) liebe: Große Themen muss ich kurz und knapp (2 min) auf den Punkt bringen. Dadurch wird mir selbst klarer, was ich eigentlich sagen will. Und ich finde es spannend, zu Menschen zu sprechen, von denen ich nicht weiß, ob sie meinen Glauben teilen, einen anderen haben oder garkeinen. Das bewahrt mich vor frommen Floskeln.

Zum Ausgleich spiele ich Saxophon. Nicht nur in der Kirche. Auch in »Banda Serrado«, einer Band, die sich brasilianischer Musik widmet. Und wenn ich mich mal austoben muss, mache ich das auf dem Fahrrad.

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