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Heidrun Dörken, Frankfurt am Main
Evangelische Senderbeauftragte für den Hessischen Rundfunk
hr2-kultur Morgenfeier, DeutschlandRadio Kultur Feiertag
Deutschlandfunk: Morgenandachten und Gedanken zur Woche

Wer mich inspiriert
Mein Elternhaus war und ist protestantisch-liberal, keine Pfarrer, sondern Bauingenieur und Architektin. Ich danke ihnen für alles, was ich unaufdringlich von der Liebe Gottes und der Kirche mitbekommen habe, von Kindergottesdienst bis Kirchentag. Immer wieder sind mir wunderbare Menschen mit ihrem Glauben an Gott begegnet: In ihren Schriften, wie Martin Luther oder Paul Tillich. Oder persönlich. Gert Hummel gehört dazu, der die lutherische Gemeinde in Georgien wieder gegründet hatte und ihr Bischof war. Mara Jakisch, die zehn Jahre zu Unrecht in Sibirien gefangen war und ihren Lebensmut nicht verloren hatte. Von Christoph Busch habe ich gelernt, was ein guter Pfarrer ist. Manchmal porträtiere ich Christen, die mich inspirieren, in hr2 kultur Morgenfeiern, die Winzerin Dr. Stefania Canali, die Forstwirtin Dr. Katrin Reichel oder die Pflegedienstleiterin Margret Schützler. 2012 hatte ich die Ehre, mit Prof. Dr. Ulrich Gottstein sprechen, der mit den „Ärzten gegen den Atomkrieg“ 1985 den Friedensnobelpreis bekam.

Zuhause
An meinem Geburtsort Hamburg habe ich nur zwei Jahre verbracht. Den norddeutschen Tonfall mag ich immer noch. Das muss an Hör-Erfahrungen vom Kinderwagen aus liegen. Schon lange ist Frankfurt die Stadt, in der ich gern lebe und auch Gemeindepfarrerin war, in Frankfurt-Bockenheim an der St. Jakobskirche, die allein wegen ihrer Fenster einen Besuch lohnt. Inzwischen lebe ich mit meiner Familie in Frankfurt-Niederrad am wohl verkehrsgünstigsten Punkt Europas: Flughafen, ICE-Strecke, zwei Autobahnen und der Main sind wenige Meter bis Kilometer entfernt. Man kommt schnell an und weg. Aber laut ist es auch.

Mein erster O-Ton: Die Freiheitsglocke des Rathauses Schöneberg
Mein Radio-und Fernseh-Praktikum habe ich 1990 in Berlin gemacht, damals noch beim SFB. Es war in den Monaten der Wiedervereinigung. Die aufregendsten O-Töne waren zu schneiden, kam ich doch mit vielen engagierter Menschen aus Ost und West ins Gespräch. Zurück in Hessen wurde ich neben meinem Gemeindepfarramt Autorin für evangelische Beiträge im hr. Von 1992 bis 1995 war ich Sprecherin für das „Wort zum Sonntag“ in der ARD. Fernsehen ist toll, aber Radio ist noch ein bisschen toller. Nicht überraschend für eine Protestantin mit der Liebe zum Wort. Seit mehr als fünfzehn Jahren begleite ich hauptberuflich Autorinnen und Autoren der kirchlichen Sendungen redaktionell und mit Fortbildungen. Als Evangelische Senderbeauftragte pflege ich den Kontakt zum Hessischen Rundfunk.

Eine Lieblings-Bibelstelle
Die Josef-Geschichte im ersten Buch der Bibel gehört für mich zu den schönsten Stücken Literatur, auch in der Interpretation von Thomas Mann. Sie stärkt meinen Glauben an den guten Ausgang aller Dinge. Josef sagt zu seinen Brüdern, die ihn als Sklaven verkauft hatten: „Ihr gedachtet es böse zu machen, doch Gott gedachte es gut zu machen!“ 1. Mose 50, 20

Orte, die meiner Seele gut tun
Israel verdanke ich tiefe Eindrücke. Die Landschaft, aber vor allem die Menschen. Ich werde nie vergessen, dass ich bei Überlebenden der Shoa zu Apfelstrudel in Tel Aviv eingeladen war und mit Frauen und Männern des reformierten Judentums Gottesdienste gefeiert habe. Es macht mich froh, dass es in Frankfurt in der jüdischen Gemeinde wieder einen reformierten Zweig mit einer beeindruckenden Rabbinerin gibt.
Ich bin gern am Meer und liebe das Urbane. In Literaturmuseen wie dem Romantikerhaus in Jena kann ich die Zeit vergessen. Ich mag die Kathedralen von Südengland und den Naumburger Dom und die barocken hessischen Dorfkirchen. Dass Menschen in der Kirche einen guten Ort finden, macht mich glücklich. Ich habe es Gott sei Dank schon oft erlebt. Unterwegs und in meiner Nachbarschaft. Ich habe erfahren, wie Christen die Welt verändern, auch politisch und sozial, indem sie trösten, protestieren und feiern.

Was mein Leben reicher macht
Wenn mein Sohn mir was nahe bringt, für das ich mich ohne ihn nie interessiert hätte: Samstagnachmittage auf dem Fußballplatz mit seinem Verein Weiß-Blau, natürlich die Eintracht, zu der wir öfters durch den Stadtwald laufen, Latein-Vokabeln.
Die heute-show im ZDF.
Die Mode. Zwar teile ich in nicht die Aussage einer Salondame des letzten Jahrhunderts: „Makellos angezogen sein verleiht einen tieferen Frieden, als es irgendeine Religion vermag.“ Aber ich mag schöne Kleider und lese gern Mode-Blogs.
Der Rotary-Club Frankfurt-Städel, dem ich Freundschaft und Einblicke in andere Berufswelten verdanke.
Rezepte in ausgefallenen Kochbüchern lesen und manchmal auch kochen.
Über Ihre Kritik, Ihre Freude oder eine Anregung rund um die evangelischen Verkündigungssendungen oder speziell zu meinen Beiträgen freue ich mich.

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