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Brigitte Babbe, Frankfurt am Main
war 30 Jahre, bis 2013, Autorin evangelischer Beiträge im hr

Was mich bewegt
Ich liebe es, Geschichten zu erzählen. So wie meine Patentante Ella, der ich mit Begeisterung zugehört habe. Ihre Geschichten, ihre Lebenserfahrungen ließen uns vergessen, dass wir in einem schrecklichen Krieg lebten. Beim flackernden Hindenburglicht standen die wunderbaren Zeiten wieder auf, in denen es keine Stromabschaltung gegeben hatte, in denen die Heizung warm wurde, wenn man daran drehte.

Lebensstationen, die mich prägen
Von Hinterpommern waren wir, meine Mutter, meine Schwester und ich, nach Holstein geflüchtet, wo wir bei der Familie meines Vaters aufgenommen wurden.

Warum ich so gerne in Frankfurt lebe
Es war ein weiter Weg von Norddeutschland nach Frankfurt. Aber rückblickend weiß ich, dass es eine gute Wahl war, diesen Weg zu gehen. Vor allem, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass “Frankfurter” weltoffene Menschen sind: “Sie fragen nicht unnötig nach dem Woher, sondern freuen sich fast immer über Neubürger.” Frei nach dem Motto: “Wer Äppelwein und Handkäs` übersteht, ist schon aufgenommen und darf mitmachen.”

Meine geistige Heimat
Neben meiner Berufstätigkeit im Arbeitsamt machte ich mit in der Paulsgemeinde, die man in der Alten Nikolaikirche auf dem Römerberg findet: Kirchenvorsteherin, Mitglied der Dekanatssynode, der Kirchensynode, der EKD Synode, viele Jahre im Vorstand des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt, und seit nun mehr als 30 Jahre Verkündigungssendungen im Hessischen Rundfunk: das alles ergab sich folgerichtig und prägte meinen Weg.

Was mich fasziniert und herausfordert
So war es beinahe ebenso folgerichtig, dass ich die Ausbildung zur Prädikantin machte, und selber verantwortlich wurde für Gottesdienste, und in vielen Situationen Pfarrerinnen und Pfarrer vertreten durfte.
Es ist noch einmal ein anderer Weg der Auseinandersetzung mit Gottes Wort, will man von der Kanzel herunter etwas sagen, das hält.
Damals begegnete mir David: der mutige Junge, der eindrucksvolle König, der trickreiche Politiker, der verzweifelte Sünder. Und Gott hat ihn nicht verworfen.
Die Bibel ist schon ein erstaunliches Buch!

Ein beeindruckendes Wort der Bibel für mich
“Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Zucht.” 2. Timotheusbrief 1, 7
So steht es über dem Eingangstor zu den Franckeschen Stiftungen in Halle. Ich habe es zum ersten Mal gesehen, als die EKD Synode nach der Wende dort tagte. Der reale Sozialismus hatte das Projekt “Frankesche Stiftungen” fast zerstört. Aber über dem zerfallenden Tor konnte man es lesen, dass Gott größer und stärker ist, als aller verordneter Atheismus.
Seither liebe ich dieses Wort in seiner alten Übersetzung.

Dafür schlägt mein Herz
Ich liebe Musik und Autos. Schön ist es, wenn Menschen in die Kirche hinein finden, weil Musik ihnen den Weg leichter macht. Angebote zu machen, leicht verdaulich, aber immer künstlerisch auf hohem Niveau, das versuche ich in jedem Sommer in meiner Gemeinde, in der ich jetzt lebe.
Und die Sache mit den Autos? Ja, es ist mein Hobby! Seit ich selber fahren darf, erlebe ich Autofahren als ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit. Ist das altmodisch? Vielleicht.

Eine Grundhaltung für mein Leben, die trägt
Vielleicht könnte man es so sagen: unabhängig bin ich gern in meinen Bewegungen. Meine Pläne, mein Handeln aber gebe ich gern in die Abhängigkeit von Gott.

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